Historie der Zunft

Die Wurzel der Fasent geht über 300 Jahre zurück, und zwar bis ins Jahr 1688. Unter dem damaligen Abt Johannes II Vogler (1688-1708) wurden bereits Fasentspiele veranstaltet (Erzbischöfliches Archiv in Freiburg). Diese Fasentspiele haben sich bis heute in Schuttern erhalten, wenn auch in etwas anderer Form. Es gibt noch heute handgeschriebene Fasentspiele aus dem vorletzten Jahrhundert (1888).

Nach dem 2. Weltkrieg wurden diese Fasentspiele von Johannes Mast, Wilhelm Silberer und unserem langjährigen Oberzunftmeister Josef Blattmann vorgetragen. Aufgrund dieser Veranstaltung wurde die  „Narrenzunft Kruttstumpe Schuttern“ am 20.01.1953   ins Leben gerufen. Im Gasthaus Prinzen fand die Gründungsversammlung statt. Erster Zunftmeister der neu gegründeten Zunft wurde Max Kuhn und Josef Blattmann.
Für die darauf folgende Fasent erhielten die Narrenräte im Jahre 1954 erstmals die neuen, roten Satinmäntel und die Narrenkappe.

Im Jahre 1955 wurde die Bürgerwehr, die damals noch Garde genannt wurde, gegründet.

1969 nahm die Zunftleitung erstmals Kontakte mit dem Verband Oberrheinischer Narrenzünfte (VON) auf. Aufgrund dieser Kontakte gab es künftig kein Prinzenpaar, sondern nur noch ein Baronpaar. Erstes Baronpaar wurde Maria Mußler und Hans Haag.

1975 wurden wiederum Kontakte zum VON geknüpft und deren Satzung angefordert. Ab sofort gab es in Schuttern kein Baronpaar mehr, da dies nicht der Satzung des VON, sondern eher der des Rheinischen Karnevals entsprach. Die Zunft wurde fortan nach der Satzung des VON geführt.

1977 wurde ein Kostümausschuß gebildet. Es wurden 7 Häs gefertigt und begutachtet. Die Entscheidung fiel zugunsten eines Hosenkostüms von Gisela und Eduard Fleig. Die Maske erhielt auf Vorschlag von Zunftmeister Josef Blattmann einen Kruttstumpen als Nase. Eddy Hangs fertigte die Zeichnung. Eduard Fleig vier verschiedene Modelle aus Pappe. Im April 1978 ging der Auftrag, die Maske zu schnitzen, an die Firma Huber in Oberkirch. Das Aussehen der Maske gefiel auf Anhieb. Das Hosenkostüm musste einem Spättlehäs weichen. Der Kruttstumpe als Nase lag nun nicht mehr gebogen, sondern als Stumpen gerade im Gesicht. Wegen Ausgrabungen und Restaurierungen in der Kirche wurde 1978 der Gottesdienst in den Turnsaal verlegt.
Im November 1978 wurde erstmals eine Vorstandschaft gewählt.
Die Wahlen ergaben folgendes Ergebnis:
1. Vorstand wurde Peter Günsch,  2. Vorstand wurde Klaus Bischoff,
2. Schriftführerin Margerethe Günsch und Kassierer Reinhard Stolz.

Im Jahr 1979 wurde die Gruppe der Krutthexe gegründet, die ihre Wurzeln in der privaten Fastnachtsgruppe „Wölfle“ hatte.

Schon zwei Jahre später, also im Jahre 1981 wurden die Schlüchhexen aus der Taufe gehoben. Diese Gruppe machte bis zu ihrer Aufnahme in die Zunft 1986 Fasent in eigener Regie, beteiligte sich aber am öffentlichen Fasentgeschehen und ist bist heute mit über 40 Mitgliedern noch immer die größte Hästrägergruppe der Zunft.

1992 wurde die Zunft anlässlich des Narrentreffens der Vogtei Ortenau in Rust als Vollmitglied in der  V.O.N. aufgenommen.

1993 feierte die Narrenzunft ihr 40-jähriges Bestehen mit über 35 Gastzünften.

Im selben Jahr trat Oberzunftmeister Josef Blattmann nach genau 40 Jahren Tätigkeit in der Vorstandschaft, davon 37 Jahre als Oberzunftmeister, in den wohlverdienten närrischen Ruhestand und wurde zum Ehrenoberzunftmeister ernannt. Sein Nachfolger wurde Alfons Finner, der dieses Amt bis zur Wahl 2008 innehatte. Nach Alfons Finner führte Ulrich Kupfer von 2008-2013 den Vorsitz. Seither steht der Narrenzunft ein Dreigestirn vor.

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